Was bedeutet Vertragsrecht (B2B/B2C)
Vertragsrecht regelt, wie Leistungen, Zahlungen, Haftung und Rechte zwischen Parteien vereinbart und durchgesetzt werden. In der Praxis ist ein Vertrag für Unternehmen kein „Formular“, sondern ein Steuerungsinstrument: Er entscheidet, ob Sie Geld bekommen, ob der Kunde abnehmen muss, wie Sie Änderungen abrechnen, wie Sie sich gegen Reklamationen schützen und wie schnell Sie bei Konflikten durchsetzen oder verteidigen können.
Im B2B (Business-to-Business) steht häufig Projektlogik im Vordergrund: Leistungsumfang, Abnahme, Change Requests, Haftung, Geheimhaltung, IP. Im B2C (Business-to-Consumer) sind zusätzlich verbraucherschützende Regeln relevant: transparente Prozesse, Widerruf, Gewährleistung, Informationspflichten, AGB-Logik. Yudey baut Verträge so auf, dass sie verständlich, durchsetzbar und operativ nutzbar sind – nicht nur juristisch korrekt.
Für wen ist diese Leistung besonders relevant
• Dienstleister (Agenturen, IT, Beratung, Marketing, Bau, Handwerk)
• Händler und E-Commerce-Unternehmen (Online-Shop, Plattformen, Marktplätze)
• Unternehmen mit wiederkehrenden Kundenprojekten und Subunternehmern
• Firmen, die neue Märkte, neue Produkte oder neue Preislogiken einführen
• Unternehmen, die Zahlungsausfälle, Scope Creep und Gewährleistungsstreit reduzieren wollen
• Startups mit Partnern, Resellern, Integrationen oder komplexen Datenflüssen
Typische Probleme ohne sauberes Vertragsrecht
• „Leistung“ ist nicht eindeutig definiert → Kunde zahlt nicht oder reklamiert endlos
• keine Abnahme → Projekt bleibt dauerhaft „offen“ und angreifbar
• Änderungen werden kostenlos geliefert (Scope Creep), weil Change-Prozess fehlt
• Zahlungsfristen sind weich, Sicherheiten fehlen, Lieferstopp ist nicht geregelt
• Haftung ist zu weit oder unklar → Risiko steht nicht im Verhältnis zum Umsatz
• IP/Quellcode/Design/Know-how ist nicht sauber geregelt
• im B2C fehlen Pflichtinformationen und AGB-Prozesse → Risiko von Streit und Rückabwicklung
Yudey strukturiert Verträge so, dass diese Fehler systematisch ausgeschlossen werden.
Vorteile von Vertragsrecht mit Yudey
• Mehr Umsatzsicherheit: klare Zahlungsauslöser, Abschläge, Meilensteine
• Weniger Konflikte: Abnahme, Änderungsmanagement und Kommunikationsregeln
• Planbarkeit: klare Fristen, Mitwirkungspflichten, Zuständigkeiten
• Haftungskontrolle: Haftung passt zum Geschäftsmodell und Preisniveau
• Bessere Durchsetzung: Beleg- und Nachweislogik ist im Vertrag eingebaut
• Skalierbarkeit: Vorlagen und Rahmenverträge reduzieren Aufwand bei Wachstum
Was wir im Vertragsrecht (B2B/B2C) typischerweise abdecken
1) Vertragsprüfung (Risk Review)
• Risikoanalyse: Haftung, Kündigung, Zahlungen, Leistung, Abnahme, Fristen
• „Red Flags“: unfaire Klauseln, versteckte Pflichten, einseitige Rechte
• konkrete Änderungsvorschläge und Verhandlungsposition (was ist „must-have“ vs. „nice-to-have“)
• Anpassung an Ihr Geschäftsmodell: Projekt, Abo, Retainer, Verkauf, Plattformmodell
2) Vertragserstellung und -überarbeitung
• Dienstleistungsverträge und Werkverträge (inkl. Abnahme, Change, Gewährleistung)
• Kauf-/Lieferverträge (Lieferbedingungen, Eigentumsvorbehalt, Reklamation)
• SaaS-/Abo-Modelle (Laufzeit, Upgrade/Downgrade, SLA, Verfügbarkeit, Support)
• Partner-/Resellerverträge (Gebietsschutz, Provisionen, Mindestumsätze, Reporting)
• NDAs (Know-how, Kundendaten, Preislisten, interne Prozesse)
• Rahmenverträge für wiederkehrende Projekte (Standardisierung mit Anhängen/Statements of Work)
3) AGB & Prozesslogik (B2B/B2C)
AGB sind nur dann wertvoll, wenn sie mit realen Abläufen zusammenpassen.
• AGB-Struktur passend zu Produkt/Service
• B2C-Prozesslogik: Bestellung, Widerruf, Rückgabe, Reklamation, Gewährleistung
• B2B-Logik: Abnahme, Nutzung, Haftung, Verzug, Vertragsstrafe (wenn sinnvoll)
• Integration in Website/Checkout/Angebotsprozess (damit AGB wirksam eingebunden sind)
Yudey-Standard: Die wichtigsten Klauselblöcke, die Streit vermeiden
Leistungsumfang und Definition
• klare Beschreibung: was ist enthalten, was nicht
• Abgrenzung von Zusatzleistungen
• Dokumentation der Anforderungen (Briefing, Spezifikation, Lastenheft)
Mitwirkungspflichten des Kunden
• was muss der Kunde liefern (Daten, Zugänge, Freigaben)
• Fristen und Folgen bei Verzögerung
• „Stillstand“-Regeln: was passiert, wenn der Kunde nicht reagiert
Abnahme und Leistungsnachweis
• Abnahmeverfahren, Testkriterien, Fristen
• Teilabnahmen bei Meilensteinen
• „Fiktive Abnahme“ bei fehlender Rückmeldung (wenn passend)
Change Requests (Änderungsmanagement)
• wie Änderungen beauftragt werden
• Kalkulation und Freigabe
• Auswirkungen auf Zeitplan und Budget
Vergütung, Zahlungsplan, Sicherheiten
• Abschlagszahlungen, Meilensteinzahlungen, Retainer
• Fälligkeit, Verzugszinsen, Mahnkosten (rahmenkonform)
• Liefer-/Leistungsstopp bei Zahlungsverzug
Haftung und Haftungsbegrenzung
• Haftungsumfang passend zu Preis und Risiko
• indirekte Schäden, Datenverlust, entgangener Gewinn – sauber geregelt
• Cap-Modelle (z. B. begrenzt auf Auftragssumme) je nach Fall
IP, Nutzungsrechte, Quellcode, Materialien
• wem gehören Ergebnisse und wann gehen Rechte über
• Nutzung bis zur vollständigen Zahlung
• Drittmaterial, Lizenzen, Open-Source-Komponenten (wenn relevant)
Vertraulichkeit und Datenschutz (Schnittstelle)
• NDA-Logik, Geheimhaltung von Kundendaten und Know-how
• Rollen und Verantwortlichkeiten in Datenverarbeitung (je nach Modell)
Laufzeit, Kündigung, Exit
• ordentliche/außerordentliche Kündigung
• Übergabe, Datenexport, Dokumentation
• Abwicklung offener Leistungen und Zahlungen
So läuft Vertragsrecht mit Yudey ab
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Intake: Geschäftsmodell, Ziel, Deadline, Dokumente, Verhandlungsstand
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Risiko-Scan: Hauptgefahren (Zahlung, Haftung, Abnahme, IP, Kündigung)
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Dokumenten-Design: Vertragsstruktur, Anhänge, AGB-Logik, Prozesse
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Verhandlungsset: Änderungsmarkierung, Argumente, Prioritätenliste
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Finalisierung: saubere finale Version + Standards für Wiederverwendung
FAQ: Vertragsrecht (B2B/B2C)
1) Was ist wichtiger: Vertrag oder AGB?
Beides. Der Vertrag regelt den konkreten Deal, AGB standardisieren Wiederholungen. Ohne Konsistenz entstehen Lücken.
2) Warum ist Abnahme so entscheidend?
Ohne Abnahme fehlt der klare Zeitpunkt, ab dem Leistung „akzeptiert“ ist. Das führt oft zu Zahlungskonflikten.
3) Wie verhindert man Scope Creep?
Durch definierte Leistung + Change-Request-Prozess + klare Freigaben.
4) Kann man Zahlungsausfälle vertraglich reduzieren?
Ja: Abschläge, Meilensteine, klare Fälligkeit, Leistungsstopp, saubere Nachweise.
5) B2C: Was ist der häufigste Fehler?
AGB ohne passende Prozesse: Widerruf, Rückgabe, Informationspflichten und Dokumentation sind nicht sauber implementiert.
6) Können wir nur eine schnelle Prüfung bekommen?
Ja. Oft starten Unternehmen mit einem Risk Review und erweitern später in ein Standardpaket.
7) Was kostet Vertragsrecht im Premium-Segment?
Typisch projektbasiert: einzelne Vertragsprüfung oft ab ca. 450–1.200 EUR, Erstellung/Überarbeitung komplexer Verträge häufig ab ca. 900–3.500 EUR, Framework-Pakete (Rahmenvertrag + Anhänge/AGB) je nach Umfang höher.
8) Arbeiten Sie auch mit internationalen Vertragspartnern?
Ja, häufig. Dann achten wir besonders auf Zuständigkeit, anwendbares Recht, Gerichtsstand, Sprache und Nachweislogik.
Warum Yudey
• Verträge als System: Leistung, Abnahme, Change, Zahlung, Haftung – sauber verzahnt
• Fokus auf Durchsetzbarkeit und Beweislogik, nicht nur „schöne Formulierungen“
• skalierbare Standards für Vertrieb und Einkauf
• Erfahrung mit digitalen Geschäftsmodellen, Projekten und E-Commerce-Logik
• Premium-Organisation: schnell, strukturiert, verhandlungsstark
Nächster Schritt
Senden Sie kurz: Geschäftsmodell (B2B/B2C), Art des Vertrags (Dienstleistung/Werk/AGB/Rahmenvertrag), Ziel (Absicherung/Verhandlung/Standardisierung), Deadline und vorhandene Dokumente. Yudey erstellt ein passendes Paket für Vertragsrecht (B2B/B2C).